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Partizipation

Planung für Heft: 2/2017

Einreichungsfrist: 30.11.2016 (wurde vom 30.9.16 verlängert)

Bereits 1992 wurde in der „Rio-Deklaration über Umwelt und Entwicklung” die Forderung nach mehr Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure bei der Bewältigung von Umweltproblemen festgeschrieben. Seitdem haben partizipative Verfahren im Kontext umweltrelevanten Handelns zunehmend Verbreitung gefunden. Auch das 2011 erschienene WGBU-Gutachten „Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation” schreibt Partizipation als „Kultur der Teilhabe” eine zentrale Rolle bei der Vermeidung von Klimawandel und anderen Gefährdungen zu.

Die Anwendungsfelder sind äußerst vielfältig. Eine wichtige Rolle spielen Beteiligungsverfahren beispielsweise im Zusammenhang mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, in Stadtentwicklungsprozessen oder im Naturschutz. Oft werden partizipative Verfahren als Lösungs- und Bewältigungsstrategien in konflikthaften Settings eingesetzt, um zu einer Erhöhung der Akzeptanz von Maßnahmen und zur Steigerung der Legitimität von Vorhaben zu gelangen. Das Verständnis von Partizipation ist dabei ebenso heterogen wie die Kontexte, in denen Beteiligungsverfahren eingesetzt werden: Wie Partizipation definiert wird, wer welche Prozesse initiiert, Beteiligte auswählt und mit welchen methodischen Herangehensweisen Beteiligungen durchgeführt werden, bleibt zumeist einzelnen Umsetzungsakteuren überlassen.

In den letzten Jahren hat die (sozial-)wissenschaftliche Kritik an der Diskrepanz zwischen Bedeutungszuschreibung und Qualität von Beteiligungsverfahren zugenommen. Dieser Schwerpunkt möchte zu einer Vertiefung dieser wissenschaftlichen Debatte um Partizipation beitragen.

Für das Heft 2/2017 suchen wir psychologische und sozialwissenschaftlich fundierte Beiträge aus benachbarten Wissenschaftsdisziplinen sowie aus relevanten Praxisfeldern, die sich mit Partizipation in Umweltkontexten befassen. Dabei kann es sich um theoretisch-konzeptionelle Beiträge, um empirische Fallstudien, kritische Methodendiskussionen oder Beispiele aus der Beteiligungspraxis handeln. Die eingereichten Beiträge können sich sowohl formellen, informellen als auch unkonventionellen Partizipationsansätzen bzw. –verfahren (z.B. Flashmobs) widmen.

Ausdrücklich laden wir auch AutorInnen aus den Raum- und Planungswissenschaften, den Politikwissenschaften, der Umweltsoziologie und verwandten Fachrichtungen zur Einreichung von Beiträgen für diesen Schwerpunkt ein.

Die Beiträge durchlaufen das reguläre Begutachtungsverfahren der Zeitschrift „Umweltpsychologie". Sie müssen spätestens bis zum 30. November 2016 (Fristende) bei der Redaktion eingereicht werden. Die Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

 

Allgemeine Informationen zur Manuskriptgestaltung und die Redaktionsadresse finden Sie unter Autorenhinweise. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die betreuenden Herausgeberinnen des Schwerpunkts Stefanie Baasch: sb@umwelt-klima-energie.de und
Anke Blöbaum: anke.bloebaum@ovgu.de

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