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Wirkungsevaluation umweltpsychologischer Interventionen

Planung für Heft: 1/2016

Einreichungsfrist: 10.08.2015 (abgelaufen)

Mit sozialwissenschaftlich fundierten Interventionen versuchen UmweltpsychologInnen, häufig zusammen mit kommunalen oder zivilgesellschaftlichen Akteuren an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft mitzuwirken. Inwieweit eine Intervention tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt, lässt sich mithilfe einer Wirkungsevaluation feststellen. Der Überprüfung der Wirksamkeit und der Wirkungsweise umweltpsychologischer Interventionen widmet sich der Schwerpunkt des Frühjahrshefts 2016 der Zeitschrift Umweltpsychologie.

Die Frage nach der Wirksamkeit thematisiert, ob die mit einer Maßnahme beabsichtigten Effekte erreicht werden. Bei der Frage nach der Wirkungsweise geht es um die spezifischen Mechanismen, die zu den Effekten führen. Will man die Wirksamkeit einer Intervention optimieren oder eine Intervention wirksam auf einen anderen Kontext übertragen, kommt man um eine Analyse der Wirkungsweise nicht herum. Ein Wirkmodell oder Logisches Modell kann die Annahmen zum Wirkprozess, zu den Gründen für die Wirkung und zu den Rahmenbedingungen, von denen die Wirkung abhängt, explizieren.

Dem Nachweis der Wirksamkeit von Interventionen und damit häufig der Legitimation der verwendeten Mittel wird in der gesellschaftlichen Diskussion nicht zuletzt wegen der angespannten Situation der öffentlichen Haushalte zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. Politische Institutionen wie die Europäische Union oder Ministerien legen verstärkt Wert darauf, dass die von ihnen geförderten Projekte nachweislich Wirkung zeigen, z. B. auf das Ernährungs-, Konsum- oder Mobilitätsverhalten sowie grundlegender auf Lebensstile. Auch im zivilgesellschaftlichen Feld spielt für soziale Investoren die Transparenz über die Wirksamkeit gemeinnütziger Programm- und Projektkonzepte eine zunehmende Rolle.

In der Zeitschrift Umweltpsychologie erscheinen immer wieder Artikel, die auch über beide Aspekte der Wirkung von Interventionen berichten. Die hohe praktische Bedeutung der Wirkung und ihre Relevanz im aktuellen Diskurs zur sozialen Dimension der Nachhaltigkeit legen es nahe, der Wirkungsevaluation umweltpsychologisch fundierter Interventionen einen Schwerpunkt zu widmen. Aufgrund der Vielzahl an Interventionsformen, die in einem breit gefächerten Themenspektrum eingesetzt werden, sollen folgende Vorgaben die Vergleichbarkeit und Kohärenz der Artikel erleichtern:

  • Die Artikel befassen sich mit der Evaluation der Wirksamkeit und / oder der Wirkung einer umweltpsychologischen Interventionsmaßnahme. Neben summativen können auch formative Evaluationsansätze Hinweise über die Wirksamkeit und zur wirkungsorientierten Steuerung von Projekten geben, gerade in partizipativ angelegten, längerfristigen Interventionen.
  • In einem Wirkmodell, Change Model oder Logischen Modell werden Annahmen über Zusammenhänge von Rahmenbedingungen, Prozessen der Intervention und Resultaten konkretisiert.
  • Die Resultate der Intervention sollten Resultatbereichen zugeordnet werden, beispielsweise nach dem Modell von Kirkpatrick oder einem Stufenmodell (z.B. Output, Outcome und Impact).
  • Der inhaltliche Fokus liegt auf den Themen Energie, Mobilität und Ernährung, aber auch Beiträge aus anderen Themenfeldern sind willkommen.

Von besonderem Interesse sind Arbeiten, die über die Wirkung auf Einstellungs- und Wissensebene hinausgehen und beispielsweise Verhaltensänderungen untersuchen. Auch theoretisch-methodische Artikel, die sich beispielsweise mit besonderen Anforderungen an Wirkungsevaluationen im Kontext der gesellschaftlichen Transformation in Richtung Nachhaltigkeit oder mit der Messung von Wirkungen auf Kompetenzebene der BNE auseinandersetzen, sind herzlich willkommen.

Die Manuskripte durchlaufen das normale Begutachtungsverfahren der Zeitschrift Umweltpsychologie. Sie müssen spätestens bis zum 10.8.2015
bei der Redaktion eingereicht werden.

Betreuender Herausgeber bzw. Ansprechpartnerin des Schwerpunkts "Wirkungsevaluation" sind:
Dr. Dirk Scheffler, Email: scheffler@e-fect.de und
Friederike Wagner, Email: wagner@e-fect.de.

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